Mittwoch, 1. September 2010

Studieren auf Isländisch

Montag war der erste Tag an der Háskoli Ìslands mit großem Orientation Meeting für die International Students, das im Háskolabío stattfand. Was nicht nur in der Übersetzung Universitätskino heißt, sondern tatsächlich auch eins ist!
Die Isländer benennen alles nach dem Prinzip: Es ist drin, was draufsteht. So heißt auch der Unitreffpunkt, der modern und ganz bunt gehalten ist Háskolatorg (so ungefähr Universitätsmarktplatz). Als ich heute Mittag nach dem Schwimmen (eine andere Geschichte...) dorthin kam, hat doch tatsächlich eine Live Band dort gespielt. Richtig gut und richtig laut. Am ersten Unitag haben sie sogar "fruits for free" angeboten. Es gibt auf derselben Ebene noch einen Bücherladen, in dem zurzeit immer viel los ist. Von Readern haben die wohl hier noch nicht gehört, jedenfalls ist an der Kasse immer eine sehr lange Schlange. Außerdem gibts auch einen kleinen Laden bzw. Café/Restaurant, in dem es für Island recht preiswertes Essen, verpackt als auch frisch gekocht, gibt. Das kann man dann auf den vielen, weißen, runden Tischen verzehren und sich unterhalten, am Notebook sitzen und Leute treffen... Zurzeit ziehe ich auch jeden Tag eine Nummer am Servicedesk um nachzufragen ob meine kennitala endlich da ist. Das ist ziemlich ärgerlich, weil die, wie schon geschrieben, notwendig ist für so "lebenswichtige" Dinge wie Zugang zum Uni-Internet und Konto eröffnen...

Am besagten Ort, wo ich die meiste Zeit der letzten 2 Tage verbracht hab, weil man dort die meisten Leute trifft, gibt es überall frei zugängliche iMacs, an denen man im Internet recherchieren kann. Die Isländer sind auch wirklich sehr praktisch orientiert: Es gibt eine Charge-Box mit Ladegeräten von verschiedenen Handyherstellern, an die man für eine Gebühr sein Handy aufladen kann... Verrückt, aber praktisch. Und einige kleine Becken mit einem Trinkwasserstrahl zur Erfrischung...

Heute hab ich einen Isländisch Test gemacht, damit sie die Studenten in unterschiedliche Gruppen einteilen können... aber es war ziemlich frustrierend. Ebenso wie der Versuch Isländisch zu sprechen, den ich noch garnicht unternommen hab, weil ich nicht im geringsten das Gefühl hab, diese Sprache schon 2 Semester gelernt zu haben... (ok, wenn ich mich anstrenge verstehe ich ab und zu ein Wort... lesen oder raten, was draufsteht kann ich , somit weiß ich wenigstens meistens schon was jeweils drin ist im Gebäude oder im Essen...)
Stattdessen versuch ich endlich mit den Schweden und Norwegern, die ich kenne norwegisch zu reden, statt Englisch. Aber auch das ist noch nicht so leicht, da ich mich gerade eben an das Englisch gewöhnt hab.
Sprachwirrwarr... Aber wunderbar.
Soviel erstmal dazu!

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