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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Siglufjörður. Skagafjörður. Reykholt.

siglufjörður.







was wir sehen, was wir sehen wollen. wo sind wir?

kleine, alte torfhäuser in glaumabær.

hraunfossar. wasserfälle, die direkt aus der lava zu fließen scheinen.

snorri sturluson, der die edda geschrieben hat. snorralaug.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Kjölur Route


Þingvellir. ein ort, von dem man nie genug hat.

nirgends spiegelt sich ein himmel schöner,
als in tiefen klarem wasser.

strokkur in aktion. und wenn der ausbruch vorbei ist.

der namensgeber dampft nur noch. geysir ist eins der isländischen worte, die den internationalen durchbruch geschafft haben. oder sogar das einzige, das andere kenn ich nämlich nicht...

los gehts. auf ins hochland. gletscher zu beiden seiten.

nichts außer straßen und lange schatten in dieser weite.


wegweiser und hot pot in hveravellir.

You weren't in Iceland when you didn't get lost in Iceland 2

Zur Erklärung: Das Zweite dieser Roadtrip Wochenenden führte mich mit Vroni und Sonja direkt vom Golden Circle, den wir diesmal nicht als Kreis zurück nach Reykjavik gefahren sind, über das Hochland nach Akureyri. Diese Straße nennt man Kjölur-Route und man braucht dafür einen Jeep oder zumindest ein Auto mit Allradantrieb.

To prevent tourists from getting lost:
Part 2

7. Kauf dir lieber dann einen Becher teuren Kaffee, wenn es einen gibt und freu dich nicht auf einen anderen Ort mit besserem Kaffee oder sogar einer heißen Schokolade. Es gibt keinen und wenn, dann haben sie keinen Strom mehr um dir die Getränke aufzuwärmen.
8. Wenn du Isländer mitten im Hochland fragst, wie schnell sie auf der Straße von Hveravellir nach Akureyri fahren und sie antworten 100 km/h, sei bloß nicht beeindruckt, nur weil du selbst auf der ersten Hälfte dieser Straße vom Gullfoss nach Hveravellir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h über Steine, Schlaglöcher und riesige Wasserpfützen (ich möchte fast sagen Teiche) gefahren bist...
Denn die Straße auf der zweiten Hälfte hat keine Schlaglöcher und Pfützen von der Ausdehnung eines Sees und es ist tatsächlich auch für Nicht-Isländer mit Mietwagen, auf den man aufpassen muss, weil man sich das Geld für die Zusatzversicherung gespart hat, ohne weiteres möglich 100 km/h zu fahren
9. Lass dich aber nicht erwischen, weil in ganz Island nur eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h erlaubt ist. (Im Hochland begegnest du aber kaum einem anderen Auto geschweige denn einem Polizei Auto.)
10. Wenn dir diese jungen, männlichen Isländer im Hochland schon mit Bier in der Hand sagen, dass es toll wird über Nacht dort zu bleiben und neben einem heißen Hot Pot und dampfendem Wasser in einer Hütte zu übernachten, weil sie noch eine große Party mit Livemusik feiern gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Du bleibst, gehst im Hot Pot baden, betrinkst dich und vergisst den Plan für den nächsten Tag. Zweitens: Du nutzt das verbleibende Tageslicht um nach Akureyri zu kommen und ziehst den sowieso schon engen Plan für den nächsten Tag durch.
11. Ruf in der Jugendherberge an, wenn du schon weißt, dass du spät ankommst, weil die Rezeption um diese Zeit nicht mehr besetzt ist.
12. Schlammlöcher sind keine braunen blubbernden Löcher in grünen Wiesen, sondern graue, dampfende nach Schwefel stinkende Löcher in lehmigem Boden.

Das sind also Erkenntnisse, die mir in diesen zwei letzten Wochenenden gekommen sind. Doch gerade dafür macht man ja diese Roadtrips. Nicht um sich sicher im Bus von einem Ort zum andern kutschieren zu lassen, und andere für einen organisieren lassen, sondern um das Land kennen zu lernen. Natürlich weiß man, dass innerhalb von Island kaum Menschen leben können, weil dich zwei Drittel der Bevölkerung in Reykjavik zusammengerottet hat und die Landschaft mit ihren Steinen, Hitze die unter der Erde brodelt und so weiter nicht überall bewohnt werden lann. Richtig merken tut man das aber erst, wenn man durch diese Orte fährt, die es auf einer anderen Landkarte vielleicht garnicht verdient hätten als Punkt eingezeichnet zu werden. Doch gibt es gerade an diesen unspektakulären Punkten eine Infotafel, die über ein historisches Ereignis, sei es eine isländische Legende oder tatsächliche Wahrheit berichtet. Und wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es mindestens eine Sache, die typisch isländisch ist: Lavafelder, Islandpferde, Schafe, heiße Quellen, heißer Dampf aus dem Boden (es gibt quasi keine Geothermalen Gebiete: Island ist das Geothermale Gebiet!!), Berge, die entweder Pseudovulkane oder wirkliche Vulkane sind oder wie Steinhaufen aussehen, und natürlich Gletscher...oder Menschen in Isländerpullis, die inmitten dieser Weite stehen und aussehen, als würden sie genau da und nirgends sonst hinpassen.

Dienstag, 12. Oktober 2010

You weren't in Iceland when you didn't get lost in Iceland 1

Zwei Wochenenden hintereinander ein Auto geliehen.
Zwei mal nacheinander die Golden Circle Tour aus verschiedenen Richtungen mit unterschiedlichen Destinationen und ich hab dieses Land noch besser kennen gelernt. Dabei ist das Wetter nicht das wichtigste, ein toller Ort kann auch im Regen so schön sein, dass du ohne es zu merken ganz verfroren wieder am Auto ankommst. Dass du ganz vergisst, dass du eigentlich erkältet bist.
Aber eine schöne Landschaft bei Sonnenschein ist so schön, dass es fast weh tut. So dass du am liebsten in dem Blau des Himmels, der sich in den Seen oder im Meer spiegelt, versinken willst und am liebsten sofort Farben von genau diesem Gelb, Orange, Rot und Blau, Grau, Grün mit einem Pinsel auf eine Leinwand malen willst.

To prevent tourists from getting lost:
Part 1
1. Wenn du auf der Karte eine Straße siehst, die eine gute Abkürzung sein könnte, wird es nur ein Umweg sein. Vor allem wenn die geteerte Straße in Schotterstraßen übergeht und der einzige Gegenverkehr ein Schaf ist.
2. Du solltest immer eine bessere Karte dabeihaben, wenn du so eine Abkürzung versuchen willst und nicht mit einem normalen, ziemlich neuen VW über einen Steinhaufen fahren und es riskieren willst, dass dir ohne Allrad die Reifen durchdrehen und du froh bist von dem Hügel runter zu sein, nur um mit Erschrecken festzustellen, dass du in einer Art Flussbett gelandet bist, es dunkel wird und du keine Ahnung mehr hast wo du bist...selbst wenn du dann einfach weiterfährst und endlich zu einer geteerten Straße kommst an der weder in die eine noch in die andere Richtung Wegweiser stehen.
3. Hab genug Geld dabei oder eine funktionierende Geld-/Kreditkarte:
- Es gibt eine Straße in Island für die man Maut zahlen muss: Der Unterwassertunnel durch den Hvalfjord.
- Es gibt etliche verlassene Tankstellen, an denen du auf dich allein gestellt bist und nur mit Karte zahlen kannst.
(- Es gibt aber auch an großen Tankstellen den guten alten Tankstellenwart, der das Auto für dich auf den Liter oder die Krone genau mit Benzin füllt.)
4. Fahre aus einer Stadt der Größe von Borgarnes nicht Sonntag mittags Richtung Snæfellsness los ohne nochmal im Bonus was zu essen zu kaufen, weil du denkst: Wir kommen schon im nächsten Ort an einem Supermarkt oder Cafe vorbei. Außer du hast genug Reiswaffeln dabei und nix gegen Fast Food.
5. Fahr langsam, wenn du noch Zeit hast und was sehen willst, sonst verpasst du die Abfahrten zu den tollsten Stränden. Halte aber auch an Orten, wo es zwar das vermeintliche Restaurant nicht gibt, du dafür unverhofft beim Spaziergang ausgehölte Klippen und Felsformationen entdeckst.
6. Wenn du die Möglichkeit hast, check vorher im Internet die Wahrscheinlichkeit für Nordlichter, bevor du weg von den Lichtern der Stadt in die Dunkelheit fährst. (Aber selbst wenn du dann keine Nordlichter siehst, siehst du doch den Sternenhimmel und das Glück reicht vielleicht für Sternschnuppen.)

Snæfellsnes. Arnarstapi. Ólafsvík.



auf der straße von borganes richtung nationalpark.

spaziergang an der küste bei arnarstapi. ausgehöhlte felsen.


snæfellsjökull, der gletscher immer im blick.

arnarstapi-hafen.