Dienstag, 28. September 2010

Wind, Wasser, Wale

Schon lange wollte ich Wale in freier Wildbahn und überhaupt Wale "in natura" sehen. Island ist dafür eins der besten Länder Europas und Whalewatching der in den letzten Jahren am stärksten gewachsene Tourismuszweig. Es werden hier zwar auch Wale gegessen und zu einem typisch isländischen Restaurant gehört Walfleisch, ebenso wie Puffinflisch (Papageientaucher heißt dieser coole Vogel auf Deutsch) dazu und doch sind nicht alle Isländer Bejaher dieser Tradition. Aber ich will dieses pikante Thema nicht noch weiter ausführen, ich werde nur bestimmt kein Walfleisch essen während ich hier bin, ebenso wenig wie Pferdefleisch...

Natürlich hab ich mich aufs Whalewatching gefreut, weil es schon ein langer Traum war. Deswegen hab ich gleich den ersten Besuch, den ich hier habe dazu mitgenommen. (Seit ich Besuch habe hat dieses Auslandssemester wieder mehr was von Urlaubssemester und ich sehe wieder mehr als die Uni und mein Zimmer). Ich hab zwar versucht mit keine Erwartungen zu machen, aber umso mehr man hofft, dass was ganz tolles passiert, desto eher ist man auch enttäuscht. Ich kann gleich sagen: Es ist kein Buckelwal aus dem Wasser gesprungen (denn die waren diesen Sommer hier sehr selten...kein gutes Zeichen, würde mich interessieren wieso: Ob sie sich einfach nicht mehr so nah an der Küste aufhalten oder ob es weniger werden) und ich habe auch keine Schwanzflosse im Sonnenuntergang gesehen. Dafür war das Wetter bestens und die Tour laut der Tourführerin erflogreich und die Wale nett zu uns.

Whalewatching ist ja auch so ein typisches Touri-ding. Menschen aus anderen Ländern, die sich auf dem Boot versammeln werden aus dem Hafen und aus der Bucht herausgefahren in der Hoffnung möglichst nah und viele Walrücken aus dem Wasser glänzen zu sehn. Hauptsache man hat es mal gemacht!
Nunja, dass ich nicht so ein Fan davon bin ist klar. Trotzdem war es, ebenso wie die Safari in Tansania etwas, was man mit Sicherheit nicht vergisst. Ein schönes Erlebnis, mit viel Aufregung und Freude und dem Versuch die Tiere mit der Kamera zu erwischen. Irgendwie hat es was von Walfang, wenn man sich freut, dass man im richtigen Moment abgedrückt hat und ruft: Ich hab ihn!

Diese Wale hab ich also eingefangen:
Minke-Whale (Zwergwal) und White beaked dolphins (Weißschnauzendelfine). Die Delfine waren wirklich toll, einer schwamm sogar unterm Schiff durch. Und die Zwergwale sind mal in Richtung 10, 12, 3 oder 5 Uhr aufgetaucht. zwischen 50 und 300 m Entfernt. Manchmal wusste man garnicht wohin man kucken sollte um auf die kleine Atemfontäne und die Finne zu warten.









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